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Digital Nursing – Einsatz von Assistenzrobotern in der häuslichen Pflege aus Sicht pflegender Angehörige

Raum:

Lokhalle

Beginn:

4. Apr 2019, 13:15

Titel:
Digital Nursing – Einsatz von Assistenzrobotern in der häuslichen Pflege aus Sicht pflegender Angehörige
Referent/in:
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Ort:
Lokhalle
30

Beschreibung

Titel
Digital Nursing – Einsatz von Assistenzrobotern in der häuslichen Pflege aus Sicht pflegender Angehörige
Hintergrund: Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit den Erwartungen pflegender Angehöriger an den Einsatz von Assistenzrobotern im häuslich-pflegerischen Alltag. Assistenzroboter haben das Potenzial eine Antwort auf die alltäglichen Herausforderungen des demografischen Wandels zu sein. Neben der Unterstützung von pflegenden Angehörigen, könnten sie zur Unabhängigkeit pflegebedürftiger Menschen und der Alltagsbewältigung älterer Menschen einen sinnvollen Beitrag leisten. Methode: Mittels eines qualitativen Forschungsansatzes fand eine pflegewissenschaftliche Auseinandersetzung zu dem Thema statt. Auf der Basis einer Literaturrecherche wurde sich dem Feld genähert. Aus den Ergebnissen der Literaturrecherche wurden Themenblöcke gebildet und in den Interviewleitfaden aufgenommen. Auf der Grundlage eines selektiven Samplings wurden insgesamt elf (n =11) teilstrukturierte-problemzentrierte Interviews, unter dem Einsatz verschiedener Fallvignetten, geführt. Die transkribierten Interviews wurden anhand der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse analysiert. Ergebnisse: Im Kontext der häuslichen Pflege von Angehörigen, konnten die Bereiche Mobilität, Begleitung, Haushalt und Sicherheit als zentrale Anwendungsfelder für Assistenzroboter identifiziert werden. Die Pflege und Fürsorge um einen Angehörigen gilt für viele Angehörige als zwischenmenschliche Arbeit. Der Einsatz von Assistenzrobotern im Alltag erscheint für viele befremdlich und spiegelt sich in einer anfänglich ablehnenden Haltung wieder. Darüber hinaus können Roboter keine unmittelbaren menschlichen Zuwendungen und körperliche Nähe technisch ersetzen. Falls doch, kann dies zum Schaden familiärer Sorge beitragen. Geht es jedoch um funktionale oder automatisierbare - angehörigenferne Dinge und Abläufe, so stößt der Einsatz von Assistenzrobotern auf eine breite Zustimmung. Schlussfolgerungen: Nur wenige Studien haben eingehend die Perspektive pflegender Angehöriger in Bezug zu Assistenzrobotern in der häuslichen Pflege untersucht. Um das Potenzial von Assistenzrobotern abrufen zu können, muss die Einbindung von pflegenden Angehörigen in Entwicklungsprozesse stattfinden. Mit Hinblick auf eine steigende Zahl von pflegebedürftigen Menschen und zunehmender Veränderungen familiärer Strukturen, gilt es einen gesellschaftlichen Diskurs über zukünftige Formen des Zusammenlebens, im Kontext demografischer Entwicklungen zu führen.

Faucounau, V., Wu, Y. H., Boulay, M., Maestrutti, M. & Rigaud, A. S. (2009): Caregivers‘ requirements for in-home roboticagent for supporting community-living elderly subjects with cognitive impairment. In: Technology and health care, 17 (1),33–40. Hielscher, V., Kirchen-Peters, S. & Sowinski, C. (2015): Technologisierung der Pflegearbeit: Wissenschaftlicher Diskurs undPraxisentwicklung in der stationären und ambulanten Langzeitpflege. In: Pflege & Gesellschaft, 20 (1), 5–19. Krings, B. J., Böhle, K., Decker, M., Nierling, L. & Schneider, C. (2012): ITA-Monitoring„Serviceroboter in Pflegearrangements“. Karlsruhe: ITAS Pre-Print. Verfügbar unter http://www.itas.fzk.de/deu/lit/epp/2012/krua12-pre01.pdf, (Zugriff am: 28.04.2018). Pino, M., Boulay, M., Jouen, F. & Rigaud, A. S. (2015): „Are we ready for robots that care for us?“ Attitudes and opinions ofolder adults toward socially assistive robots. In: Frontiers in aging neuroscience, 7, 141. Wagner, C. (2013): Robotopia Nipponica. Recherchen zur Akzeptanz von Robotern in Japan. Marburg: Tectum.Literaturangaben im Abstract
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