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Demenzsensibles Akutkrankenhaus. Das Konzept „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“

Raum:

Lokhalle

Beginn:

4. Apr 2019, 13:15

Titel:
Demenzsensibles Akutkrankenhaus. Das Konzept „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“
Referent/in:
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Ort:
Lokhalle
30

Beschreibung

Titel
Demenzsensibles Akutkrankenhaus. Das Konzept „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“
Fünfzig Millionen Menschen weltweit leben derzeit mit der Diagnose Demenz, die Tendenz ist steigend (vgl. WHO, 2018, S. 4). Ein Krankenhausaufenthalt birgt das Risiko einer Verschlechterung der kognitiven und funktionellen Fähigkeiten (vgl. Isfort et al., 2014, S. 741). Für Menschen mit Demenz ist es um den Faktor 3,6 wahrscheinlicher in einem Krankenhaus behandelt zu werden (vgl. Pinkert, Holle, 2012, S. 731). Der Akutbereich ist nicht auf die Versorgung von Menschen mit Demenz ausgerichtet. Es werden adäquate Konzepte für den Akutbereich benötigt. Ein Beispiel ist das Konzept „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“, unter dem ein ehrenamtlicher Besuchsdienst in Form von Gesprächen, Gesellschaft und individuellen Beschäftigungsangeboten, im Rahmen der Akutversorgung zu verstehen ist. Ziel der Masterarbeit ist die Situation, Demenz im Akutkrankenhaus, sowie die Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren des Konzepts „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“ aus Sicht des Fachpersonals zu beschreiben. Pflegende und ÄrztInnen (n=21) verschiedener Bereiche der Akutversorgung wurden mit Hilfe eines halbstrukturierten Interviewleitfadens in vier Fokusgruppen befragt. Die transkribierten Interviews wurden mit der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach MAYRING (2015) ausgewertet. Die Befragten sehen als Stärken des Konzepts „Ehrenamtliche Demenzbegleitung“ die Prävention von Verhaltenssymptomen durch Aufmerksamkeit, Aktivierung und einer unbefangenen Beziehung sowie das daraus resultierende Sicherheitsgefühl sowohl für Gesundheitsberufe als auch für Menschen mit Demenz. Das Konzept bietet die Chance der Fokussierung auf die demenzbetroffene Person und kann die Qualität der Betreuung verbessern. Schwächen des Konzepts sehen die Befragten in der obligatorischen Sympathie zwischen Ehrenamtlichen und Menschen mit Demenz, sowie mögliche Überforderung und Überfürsorglichkeit in der Begleitung. Gefahren sind laut Befragten das herausfordernde Zeitmanagement, die Definition des Tätigkeitsbereichs sowie der Balanceakt zwischen Kontinuität und Flexibilität bei den Ehrenamtlichen. Die Führung nimmt im Implementierungsprozess des Konzepts eine entscheidende Rolle ein; die Haltung der Führung zu Menschen mit Demenz beeinflusst die innerbetriebliche und außerbetriebliche Kommunikation sowie die Organisation.

WHO- World Health Organisation: Towards a dementia plan: a WHO guide. World Health Organisation, Genf, 2018. ISFORT, Michael; KLOSTERMANN, Jutta; GEHLEN, Danny; SIEGLING, Bianca: Im Fokus: Demenz im Krankenhaus. In: Die Schwester Der Pfleger, 2014/8, 741-749. PINKERT, Christiane ; HOLLE Bernhard: Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus. Literaturübersicht zu Prävalenz und Einweisungsgründen. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 2012/45, 728-734.Literaturangaben im Abstract
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