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Technische Assistenzsysteme in der Pflege von Menschen mit Demenz – eine Fokusgruppenstudie mit pflegenden Angehörigen zu Beratungs- und Schulungsansätzen

Raum:

KD 104

Beginn:

4. Apr 2019, 17:30

Titel:
Technische Assistenzsysteme in der Pflege von Menschen mit Demenz – eine Fokusgruppenstudie mit pflegenden Angehörigen zu Beratungs- und Schulungsansätzen
Referent/in:
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Ort:
KD 104
30

Beschreibung

Titel
Technische Assistenzsysteme in der Pflege von Menschen mit Demenz – eine Fokusgruppenstudie mit pflegenden Angehörigen zu Beratungs- und Schulungsansätzen
Fragestellung: Passgenaue technische Assistenzsysteme können Angehörige bei der Pflege von Menschen mit Demenz unterstützen (Kunze, 2017). Bisher liegen jedoch keine evaluierten Beratungs- und Schulungsangebote vor (Berger, 2017). Auch gibt es keine konkreten Vorstellungen zur didaktischen und methodischen Umsetzung für die Zielgruppe der pflegenden Angehörigen. In Fokusgruppen wurde untersucht, ob und wie pflegende Angehörige in Beratungen oder anderen Phasen der Unterstützung mit assistiven Technologien konfrontiert werden und wie diese die Relevanz und Sinnhaftigkeit technischer Hilfen einschätzen. Methodik: Sechs leitfadengestützte Fokusgruppen mit 46 pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz wurden zwischen Mai und Juli 2018 in Sachsen-Anhalt und Sachsen durchgeführt. Die Auswertung erfolgt in einem dreistufigen Verfahren nach der Dokumentarischen Methode (Bohnsack, 2014). Ergebnisse: Assistive Technologien scheinen bisher keine Rolle innerhalb von Pflegeberatungen und anderen pflegerelevanten Beratungsmöglichkeiten zu spielen. Die pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz kennen vereinzelt technische Unterstützungsmöglichkeiten, wie Hausnotrufsysteme oder GPS-Uhren, primär durch persönliche Kontakte. Sie schätzen den Nutzen überwiegend positiv ein. Die frühzeitige Aufklärung über assistive Technologien sowie deren konkrete Einbindung in den Pflegealltag wird von ihnen als notwendig erachtet. Technische Assistenzsytseme werden häufig als letztes Mittel betrachtet, wenn Angehörige selbst nicht mehr für die Betreuung zur Verfügung stehen. Der strukturierte Kompetenzaufbau zu neuen, technischen und digitalen Systemen wird von den pflegenden Angehörigen im Rahmen des Unterstützungsprozesses explizit in Erfahrungs- und Lernräumen erbeten. Schlussfolgerung: Die ersten inhaltsanalytisch gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass die bisherigen Zugangsmöglichkeiten zu technischen Assistenzsystemen als unzureichend eingeschätzt werden. Der Wissenszugang und Kompetenzaufbau von pflegenden Angehörigen zu technischen Assistenzsystemen muss demnach viel deutlicher in die Gestaltung des Pflegeprozesses integriert sein. Beratung und Schulung, in denen das konkrete Erleben, Reflektieren und Anwenden digitaler und technischer Lösungen im Sinne der Translation im Zentrum stehen, können die didaktische Basis des strukturierten Kompetenzerwerbs für eine nachhaltige Integration sinnvoller Technologien in den Pflegealltag bilden. Schlüsselwörter: Beratung, Schulung, Demenz, pflegende Angehörige, technische Assistenzsysteme

Berger, R. (2017). ePflege. Informations- und Kommunikationstechnologie für die Pflege, BMG, 2017 Bohnsack, R. (2014). Rekonstruktive Sozialforschung. Einführung in qualitative Methoden. 9., überarb. und erw. Aufl. Opladen: Budrich (UTB Erziehungswissenschaft, Sozialwissenschaft, 8242). Kunze, C. (2017). Technikgestaltung für die Pflegepraxis: Perspektiven und Herausforderungen. Pflege & Gesellschaft, 22 (2), 130-145Literaturangaben im Abstract
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