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Informationsmanagement über die Möglichkeiten zur Versorgungsgestaltung bei Pflegebedürftigkeit - Teilergebnisse eines gemeindeorientierten Community Health Assessment des Projektes "Versorgungssicherheit bei Pflegebedürftigkeit im ländlichen Raum"

Raum:

KD 202

Beginn:

4. Apr 2019, 17:30

Titel:
Informationsmanagement über die Möglichkeiten zur Versorgungsgestaltung bei Pflegebedürftigkeit - Teilergebnisse eines gemeindeorientierten Community Health Assessment des Projektes "Versorgungssicherheit bei Pflegebedürftigkeit im ländlichen Raum"
Referent/in:
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Ort:
KD 202
30

Beschreibung

Titel
Informationsmanagement über die Möglichkeiten zur Versorgungsgestaltung bei Pflegebedürftigkeit - Teilergebnisse eines gemeindeorientierten Community Health Assessment des Projektes "Versorgungssicherheit bei Pflegebedürftigkeit im ländlichen Raum"
Hintergrund und Zielsetzung In der Versorgungsgestaltung Pflegebedürftiger fehlen kleinräumige Analysen der Versorgungssituation [1], die zur Grundlage kommunaler und lokaler Überlegungen herangezogen werden können. Fragen hinsichtlich des Zugangs oder der Entstehung von Versorgungsungleichheiten bleiben daher offen [2]. Ziel des Projektes ist es, eine Bestandsaufnahme der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung Pflegebedürftiger in ländlichen Gemeinden mittels eines „Community Health Assessment“ (CHA) vorzunehmen und Vorschläge zur Rolle der Kommune in der Versorgungsgestaltung und Förderung der Zusammenarbeit der professionellen Leistungserbringer zu erarbeiten. Methode Das laufende Teilprojekt des Forschungsverbundes ROSE „Das lernende Gesundheitssystem in der Region Osnabrück-Emsland“ führt in zwei Modellgemeinden ein CHA durch. Ein CHA folgt einem Mixed-Method-Ansatz und wird zur Analyse gesundheitlicher Versorgungsbedarfe von Bevölkerungsgruppen angewandt [3]. Im Rahmen des CHA wurden Sekundärdaten unterschiedlicher Quellen mit Informationen eines Windshield Survey und Interviews mit professionellen Akteuren, kommunalen Vertreter/innen sowie Betroffenen ergänzt. Die Validierung der Ergebnisse erfolgte über Fokusgruppen mit den interviewten Experten. Die unterschiedlichen Daten wurden mit deskriptiven bzw. inhaltsanalytischen Analyseverfahren ausgewertet. Vorläufige Ergebnisse Exemplarisch wird der Umgang mit Informationen zur Versorgungsgestaltung vorgestellt. Im Windshield Survey werden unterschiedliche Informationsstrategien der Gemeinden im Hinblick auf die Versorgungsgestaltung bei Hilfe- und Pflegebedarf deutlich. Während eine Gemeinde viele schriftliche Informationen über Versorgungsmöglichkeit anbietet, verzichtet die andere Gemeinde darauf. Informationsdefizite über die Versorgungsgestaltung innerhalb der Bevölkerung werden in den Experteninterviews jedoch als Versorgungslücke benannt. Die Ursache sehen die Experten u.a., in der weitgehenden Unbekanntheit der Pflegestützpunkte sowohl in der Bevölkerung als auch bei Leistungserbringern. Die Auswertung sekundärer Daten hierzu zeigen große Unterschiede im Beratungsumfang der beiden kommunalen Pflegestützpunkte. Eine fehlende koordinierende und beratende Funktion der Pflegestützpunkte wirkt sich nach Meinung der Experten einerseits erschwerend auf die Belastung pflegender Angehöriger aus, andererseits sehen alle Leistungserbringer diese Funktion als ihre eigene Aufgabe an. Dadurch entsteht eine Zufälligkeit im Informationsmanagement innerhalb der Gemeinden für Betroffene. Diskussion Zum jetzigen Zeitpunkt zeigt sich in den Gemeinden der Bedarf nach einem gemeindezentrierten Informationsmanagement über die Versorgungsgestaltung Pflegebedürftiger. Eindeutige Ansprechpartner vor Ort könnten sowohl Angehörige als auch Leistungserbringer entlasten und eine koordinierende Funktion über die regionalen Angebote einnehmen.

[1] Hämel, K., Ewers, M., & Schaeffer, D. (2013). Versorgungsgestaltung angesichts regionaler Unterschiede. Zeitschrift fur Gerontologie und Geriatrie. (4), 323–327. https://doi.org/10.1007/s00391-012-0465-5 [2] Kruse, A. & Schmitt, E. (2016). Soziale Ungleichheit, Gesundheit und Pflege im hoheren Lebensalter [Social inequality, health and nursing care in old age]. Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, 59(2), 252–258. https://doi.org/10.1007/s00103-015-2285-4 [3] Nies, M. & McEwen, M. (Ed.). (2015). Community/public health nursing: Promoting the health of populations (6. ed.). St. Louis, Miss.: Elsevier.Literaturangaben im Abstract
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