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Möglichkeiten und Grenzen vorausschauender digitaler und analoger Vorsorgesysteme: Predictive Analytics Systems & Advance Care Planning (ACP) – Eine pflegeethische Reflexion.

Raum:

KD 002

Beginn:

4. Apr 2019, 13:15

Titel:
Möglichkeiten und Grenzen vorausschauender digitaler und analoger Vorsorgesysteme: Predictive Analytics Systems & Advance Care Planning (ACP) – Eine pflegeethische Reflexion.
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Ort:
KD 002
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Beschreibung

Titel
Möglichkeiten und Grenzen vorausschauender digitaler und analoger Vorsorgesysteme: Predictive Analytics Systems & Advance Care Planning (ACP) – Eine pflegeethische Reflexion.
Neue Technologien verändern die Sorge um Menschen und ihre Sicherheit. Technologien, von Active and Assisted Living (AAL) - Systemen bis hin zu Pflegerobotern, sind Herausforderungen für Pflege, Pflegewissenschaft und Pflegeethik. Pflegeethisches Fragen richtet sich auf das menschliche Beziehungsgeschehen unter den Bedingungen der Gestaltung menschlichen Lebens. Die zur Formulierung benötigten Begriffe „Sorge“, „Trost“, „Sicherheit“, „Lebensqualität“, „Kontingenz“ usw., müssen vor dem Hintergrund der Technisierung menschlicher Sorge und Sicherheit reflektiert werden. Der Gedankengang dieses Beitrags, der als ein Beitrag pflegewissenschaftlicher und pflegeethischer Reflexion angesichts des stärker werdenden Technologieeinsatzes im Versorgungssystem von älteren Menschen zu verstehen ist, wird anhand eines Fallbeispiels entwickelt, das ursprünglich im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Predictive Analytics Systems formuliert wurde - und nun weiterentwickelt wird: Eine Datenplattform, die auf der Basis von Datenmodellen Voraussagen ermöglichen soll, dass ältere Menschen in ihrem gewohnten Wohnumfeld bleiben können, weil es durch Sensortechnik etwa Sturzereignisse erkennen und über entsprechend definierte Eskalationsstufen Hilfe herbeirufen kann, stößt bei der Frage, wie mit Menschen umzugehen ist, die durch solche Sturzereignisse ein Schädel-Hirn-Trauma erleiden und nicht mehr einwilligungsfähig sind, an seine Grenzen. Denn wie die weitere notärztliche Behandlung zu gestalten ist, kurativ oder palliativ, entzieht sich den Möglichkeiten dieses Systems. Die Möglichkeit einer vorausschauenden Gesundheitsvorsorge, etwa das Konzept ACP, stellt sich als Möglichkeit dar, das digitale Angebot des Predictive Analytic Systems zu ergänzen und diejenigen Leerstellen zu erfassen und zu füllen, die digitale Versorgungssysteme im Hinblick auf eine Eskalation von Situationen hin zur Einwilligungsunfähigkeit hinterlassen. ACP kann als eine Form der Kommunikation um das Thema einer dynamischen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht den betroffenen älteren Menschen auf solche Szenarien vorbereiten und mit ihm Möglichkeiten eröffnen, entsprechende Entscheidungen zur Behandlung im Falle der Einwilligungsunfähigkeit zu treffen. Dass jedoch auch ACP an seine Grenze stößt, wird in der Reflexion der o. g. Begriffe in Anwendung auf dieses System deutlich werden. Grundsätzlich stellt sich die Frage aus pflegeethischer Perspektive, ob die Sorge um die Sicherheit von Menschen als sorgendes Beziehungsgeschehen, die Notwendigkeit des Trostes für Menschen, der normative Charakter von „Lebensqualität“ oder die Kontingenzerfahrung als basale menschliche Erfahrung bei der Anwendung von vorausschauenden Systemen, ob digital oder analog, kritisch mitbedacht werden.

Beinke JH, Meier P, Nickenig HP, Teuteberg F (2017), Smart Home Predictive Analytics. In: INFORMATIK 2017, 1225-1236. Coors M, Jox RJ, in der Schmitten J (Hrsg.)(2015), Advance Care Planning. Von der Patientenverfügung zur gesundheitlichen Vorausplanung. Stuttgart. Kohlhammer. Remmers H (2108), Ethik in der Pflege. In: Riedel A, Linde AC (Hrsg.)(2018), Ethische Reflexionen in der Pflege. Konzepte - Werte - Phänomene. Berlin. Springer.Literaturangaben im Abstract
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