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Der Einfluss krankheitsbedingter und traumatischer Lebensereignisse eines älteren Menschen auf die Gestaltung seines familiären Systems

Raum:

Lokhalle

Beginn:

4. Apr 2019, 15:45

Titel:
Der Einfluss krankheitsbedingter und traumatischer Lebensereignisse eines älteren Menschen auf die Gestaltung seines familiären Systems
Referent/in:
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Ort:
Lokhalle
30

Beschreibung

Titel
Der Einfluss krankheitsbedingter und traumatischer Lebensereignisse eines älteren Menschen auf die Gestaltung seines familiären Systems
Hintergrund: Die Bedeutung von sozialen Kontakten nimmt auch mit dem Alter nicht ab. Mit dem steigenden Alter in der Gesellschaft nehmen auch die gesundheitlichen Probleme des Einzelnen zu, welche Auswirkungen auf die Zufriedenheit haben und die soziale Teilhabe beeinflussen. Krankheitsbedingte und traumatische Lebensereignisse haben im ganzen Lebensverlauf eines älteren Menschen Einfluss auf die Gestaltung seines familiären Systems. Diese Lebensereignisse bedürfen der Bewältigung und fordern meistens Veränderungen im persönlichen System des Betroffenen. Methodik: Mittels einer hermeneutischen Fallanalyse nach Schrems wurde ein Fall aus der klinischen Pflegepraxis rekrutiert. Als erstes wurde eine Pflegeanamnese erstellt und durch eine kollegiale Fallberatung die Dimension „Pflegeempfänger“ und die Perspektive „soziale Situation“ fokussiert. Diese Schwerpunkte dominieren in der sich anschließenden Analyse. Die ergänzende Literaturrecherche wurde in den Datenbanken „SpringerLink“, „CINAHL“ und „CareLit“ durchgeführt. Als Suchbegriffe wurden u.a. „Alter“, „Lebensereignisse“, „Trauma“, „Krankheit“, „Familie“, „Beziehungsgestaltung“ verwendet. Ergebnisse: Lebensereignisse, u.a. die ungewollte Kinderlosigkeit, des Falls haben seinen Lebensverlauf beeinflusst, das führte zu Veränderungen in der Gestaltung seines familiären Systems, indem er Familie für sich neu definiert und auch seine Freunde dazu zählt. Sowohl ein Fahrradsturz im Jugendalter, als auch die zunehmenden gesundheitlichen Probleme in der heutigen Zeit nehmen Einfluss auf die Beziehungsgestaltung. Nicht genutzte soziale Kontakte bereut er heute noch, da diese sein Netzwerk heute stärken könnten. Für den Fall ist es elementar seine wenigen vorhandenen Kontakte zu fördern und auszubauen, indem er Kontakt zur Nachbarschaft oder der Gemeinde aufnimmt, um die soziale Isolation zu vermeiden. Schlussfolgerung: Jedes Individuum ist in der Lage, sein soziales Netzwerk zu beeinflussen und zu gestalten, auch wenn im Alter bereits viele Lebensereignisse vorangegangen sind und die Gestaltung beeinflusst haben. Für den Fall ist es elementar, dass er seine Ressourcen nutzt, Unterstützung annimmt und den Beziehungsaufbau weiterhin durchführt, um soziale Isolation und Einsamkeit zu vermeiden. Die offene Kommunikation seiner Probleme fördert die gesellschaftliche Teilhabe und das Verständnis des sozialen Umfeldes, da diese ihn dadurch erst verstehen und seine Ressourcen einschätzen können. Vor allem die akademisierte Pflegefachkraft kann hier ansetzen und den Betroffenen unterstützen z.B. die optimierte Versorgung fördern, mit der Rekrutierung von wohnortnahe Angeboten, welche dem tatsächlichen Bedarf decken oder der Initiierung von familienorientierten Versorgungskonzepten.

Drei Quellen der Bachelorarbeit: Generali Deutschland AG (2017). Generali Altersstudie 2017. Wie ältere Menschen in Deutschland denken und leben. Köln: Springer-Verlag. Peters, A., Döring, A., Ladwig, K.-H., Meisinger, C., Linkohr, B., Autenrieth, C. et al. (2011). Multimorbidität und erfolgreiches Altern. Ein Blick auf die Bevölkerung im Rahmen der KORA-Age-Studie. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 11 (S02), S. 21-53. Pfeffer, S. (2010). Krankheit und Biographie. Bewältigung von chronischer Krankheit und Lebensorientierung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Literaturangaben im Abstract
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