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REDEZEIT: Praktikabilität und Effektivität von sozialer Unterstützung für pflegende Angehörige via Telefon – eine randomisiert kontrollierte Studie

Raum:

KD 003

Beginn:

4. Apr 2019, 17:30

Titel:
REDEZEIT: Praktikabilität und Effektivität von sozialer Unterstützung für pflegende Angehörige via Telefon – eine randomisiert kontrollierte Studie
Referent/in:
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Ort:
KD 003
30

Beschreibung

Titel
REDEZEIT: Praktikabilität und Effektivität von sozialer Unterstützung für pflegende Angehörige via Telefon – eine randomisiert kontrollierte Studie
Hintergrund Im Fall von Pflegebedürftigkeit übernehmen pflegende Angehörige den größten Teil der Pflege von Menschen mit Demenz in der eigenen Häuslichkeit. Durch die Anwendung des Subsidaritätsprinzips, die politische Förderung von ambulanter vor stationärer Versorgung, das begrenzte Leistungsangebot der gesetzlichen Pflegeversicherung und eine hohe emotionale sowie körperliche Belastung der pflegenden Angehörigen sind Interventionen zur sozialen Unterstützung von pflegenden Angehörigen von großer Bedeutung. Hinweise für die Wirksamkeit von Interventionen zur sozialen Unterstützung liefert eine systematische Übersichtsarbeit. Es bestehen aber noch viele offene Fragen hinsichtlich der Praktikabilität und des Wirkmechanismus [1]. Ziel Ziel der Studie ist die Evaluation der Praktikabilität und Effektivität der REDEZEIT Intervention einer strukturierten, telefonbasierten Intervention zur sozialen Unterstützung von Angehörigen [2]. Methoden In einer zweiarmigen randomisiert kontrollierten Studie (Clinical Trials: NCT02806583, MRC Framework, Phase 2 [3]) wurde die Praktikabilität und Effektivität von Gesprächsgruppen via Telefon mit pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz im Vergleich zur Standardversorgung über drei Monate untersucht. Endpunkte waren die selbsteingeschätzte psychische Gesundheit (primär) und physische Gesundheit, wahrgenommene soziale Unterstützung, Reaktion des pflegenden Angehörigen und das herausfordernde Verhalten der Menschen mit Demenz (alle sekundär). Alle Endpunkte wurden zu T0 und nach drei Monaten zu T1 erfasst. Es erfolgte eine Prozessevaluation. Ergebnisse 36 der eingeschlossenen 38 Dyaden aus pflegenden Angehörigen und Menschen mit Demenz haben bis zum Schluss an der Studie teilgenommen. In dem adjustierten gemischten linearen Modell zeigte sich für die Differenzen zwischen T0 und T1 ein positiver, nicht signifikanter Trend für die Endpunkte. Für den primären Endpunkt (0-100) liegt die Differenz für die Interventionsgruppe bei 3,3 (Konfidenzintervall 95%: -0,9 – 7,6) gegenüber der Kontrollgruppe -2,4 (KI95%: -7,3 – -2,4). Die Prozessevaluation zeigt die Praktikabilität der Intervention und liefert Hinweise für die Weiterentwicklung der Interventionskomponenten. Schlussfolgerungen Neben der grundsätzlichen Praktikabilität der Intervention weisen die Ergebnisse auf das Potenzial der Intervention hinsichtlich ihrer Effektivität hin. Nach einer Weiterentwicklung der Intervention sollte die REDEZEIT Intervention in einer adäquaten Evaluationsstudie untersucht werden.

Literatur 1. Dam AE, de Vugt ME, Klinkenberg IP, Verhey FR, van Boxtel MP: A systematic review of social support interventions for caregivers of people with dementia: Are they doing what they promise? Maturitas 2016, 85:117-130. 2. Berwig M, Dichter MN, Albers B, Wermke K, Trutschel D, Seismann-Petersen S, Halek M: Feasibility and effectiveness of a telephone-based social support intervention for informal caregivers of people with dementia: Study protocol of the TALKING TIME project. In: BMC Health Serv Res. Volume 17, edn. England; 2017: 280. 3. Craig P, Dieppe P, Macintyre S, Michie S, Nazareth I, Petticrew M: Developing and evaluating complex interventions: the new Medical Research Council guidance. International journal of nursing studies 2013, 50(5):587-592.Literaturangaben im Abstract
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