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„They care a lot!“ Pflegende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene: Partizipation und Dissemination in der Young Carers Forschung in der Schweiz. Welche Möglichkeiten und Strategien führen zu einem erfolgreichen Wissenstransfer in die Praxis?

Raum:

KD 104

Beginn:

4. Apr 2019, 13:15

Titel:
„They care a lot!“ Pflegende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene: Partizipation und Dissemination in der Young Carers Forschung in der Schweiz. Welche Möglichkeiten und Strategien führen zu einem erfolgreichen Wissenstransfer in die Praxis?
Referent/in:
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Ort:
KD 104
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Beschreibung

Titel
„They care a lot!“ Pflegende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene: Partizipation und Dissemination in der Young Carers Forschung in der Schweiz. Welche Möglichkeiten und Strategien führen zu einem erfolgreichen Wissenstransfer in die Praxis?
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Pflege- und Unterstützungsaufgaben tragen ebenso wie erwachsene betreuende Angehörige massgeblich zur Gesundheitsversorgung bei. Das auf mehrere Jahre angelegte Young Carers Forschungsprogramm besteht aus 17 unterschiedlichen Teilprojekten und ermöglicht anhand von Mixed-Methods Designs Einblick in die Situation dieser vulnerablen Personengruppe im schweizerischen Kontext. Ziel der Young Carers Forschung in der Schweiz ist es, Fachpersonen, die Öffentlichkeit sowie die Betroffenen selbst zu sensibilisieren und Grundlagen zu erarbeiten, um auf politischer Ebene entsprechende Unterstützungsstrukturen zu erarbeiten. Es gibt mehrere Faktoren, die einen erfolgreichen Transfer von Forschung in die Praxis beeinflussen. Einer dieser Schlüsselfaktoren ist das Vorhandensein einer eigenen, nationalen Datenbasis. In Entscheidungsfindungsprozessen bevorzugen Politiker länderspezifische Forschungsresultate gegenüber internationalen Studien. Seit wenigen Jahren können Fachpersonen auf diese Daten zu zurückgreifen. Die Erfahrungen aus den Forschungsprojekten zeigen, dass Young Carers erfolgreich in den Forschungsprozess und die Dissemination der Resultate eingebunden werden können. Diese Beteiligung, also Forschung mit und nicht nur über junge Menschen wird im fachlichen, öffentlichen wie auch politischen Diskurs gefordert. Damit die unterschiedlichen Perspektiven der betreuenden und pflegenden Jugendlichen Eingang in die Forschung und schlussendlich in die Praxis einfliessen können, ist es notwendig, diese Partizipation während des gesamten Prozesses aktiv zu fördern. In der Erarbeitung von Forschungsanträgen, Interviewleitfäden, Fragebögen, Workshops mit Fachpersonen, aber auch im Aufbau von Peer- und Selbsthilfegruppen können sie sodann als aktive und wertvolle Teamplayer partizipieren. Dabei wird besonders grosser Wert auf eine wertschätzende Zusammenarbeit und einen gezielten Umgang mit den Ressourcen und Grenzen der jungen Menschen gelegt. Gleichzeitig erhalten die Betroffenen Einblick in die Welt der Forschung und erlernen Skills im Präsentieren und im Umgang mit Medien. Diese konkrete Einbindung von Young Carers zeigte sich in den vergangenen Jahren in der UK wie auch in Australien als erfolgreiches Konzept. Besonders Programme zu Leadership und zu den sozialen Medien können die jungen Menschen nachhaltig stärken. Anhand unterschiedlicher Beispiele wird in der Präsentation die Zusammenarbeit mit den jungen Betroffenen aufgezeigt. Vorteile wie auch Herausforderungen werden diskutiert: einerseits in der direkten Projektzusammenarbeit, andererseits in der Dissemination der gewonnenen Erkenntnisse. Ebenso wagen wir einen Ausblick auf die zukünftige Weiterentwicklung der Young Carers Partizipation in der Forschung.

Leu, A., Frech, M., Wepf, H., Sempik, J., Joseph, S., Helbling, L., Moser, U., Becker, S., Jung, C. (accepted). Counting Young Carers in Switzerland – a Study of Prevalence. Children & Society, 2018; Leu, A., & Becker, S. (2017). Länderspezifisches Bewusstsein zur Situation von Young Carers. Eine globale Betrachtung. In Zentrum für Qualität in der Pflege (Hg.), ZQP-Report Junge Pflegende (1st ed., pp.31–35). Berlin. Leu, A., & Becker, S. (2016). A cross-national and comparative classification of in-country awareness and policy responses to ‘young carers’. Journal of Youth Studies, 1-13.Literaturangaben im Abstract
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