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Unsere Zukunft ist (auch) digital. Eine kritische Reflexion digitaler Technologien in gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung

Raum:

KD 202

Beginn:

4. Apr 2019, 19:15

Titel:
Unsere Zukunft ist (auch) digital. Eine kritische Reflexion digitaler Technologien in gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung
Referent/in:
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Ort:
KD 202
30

Beschreibung

Titel
Unsere Zukunft ist (auch) digital. Eine kritische Reflexion digitaler Technologien in gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung
Digitale Kommunikationstechnologien (IKT) im Gesundheits- und Pflegebereich werden Pflegepraktiken, Versorgungsstrukturen und Forschung revolutionieren. Ein Blick in den anglosprachigen Raum, in die Beneluxstaaten und Skandinavien gibt Aufschluss über die Vielfältigkeit der Innovationen in gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung und lässt erahnen, dass die (zukünftige) Implementierung digitaler Technologien umfangreiche medizinische, soziale, wirtschaftliche und ethische Aspekte der hiesigen Versorgung tangieren wird. Während zum Beispiel Politik aber auch Leitungsebenen in solchen Technologien eine Lösung z.B. des ‚Pflegenotstands‘ im Kontext des demografischen Wandels bei gleichzeitigem Pflegekräftemangel erhoffen, befürchten wiederum Praktiker*innen eine zunehmende Belastung durch doppelte (Dokumentations-) Strukturen und eine Verdichtung der Arbeit bei zusätzlichen fachfremden Anforderungen. Kein Wunder also, dass sich Positionen zu eHealth und ePflege auf vermintem Terrain verorten müssen, auf dem nur die Gewichtung zwischen euphemistischen zu pessimistischen Aspekten zur Wahl zu stehen scheint. Ein Weg aus diesem Dilemma hin zu einer tatsächlichen Analyse der komplexen Mensch-Technik-Interaktionen bietet die Strömung des ‚New Materialism‘. Theoretikerinnen wie Karen Barad, Rosa Braidotti, Annemarie Mol, Jane Bennett und Donna Haraway geben uns – Forscher*innen wie Praktiker*innen – theoretische Anhaltspunkte und methodische Hinweise, die uns helfen können, die konkreten Interaktionen als kulturelle Praktiken zu dechiffrieren: Sie lenken unsere Analysen auf die involvierten Körper, auf das kursierende Wissen, auf die Spezifik der Technologien, auf die (sich erweiternden) Räume, in denen sie eingesetzt werden, auf die neuen Sichtbarkeiten ebenso wie auf das, was gerade nicht erfahrbar gemacht wird. Sie führen uns hin zu der Agency (also der Handlungsmächtigkeit) der menschlichen wie technischen Akteure … und damit nicht zuletzt zu unserer eigenen. Literaturangaben: Urban, M., 2017: “This really takes it out of you!” Senses and Emotions in Digital Health Practices of Elderly, in: DIGITAL HEALTH, 3, doi:10.1177/2055207617701778 Höppner, G.; Urban, M., 2018: Where and How Do Aging Processes Take Place in Everyday Life? Answers From a New Materialist Perspective, in: FRONTIERS IN SOCIOLOGY; 3 (7), doi:10.3389/fsoc.2018.00007 Urban, M., 2018: Doing digital health. Zur Verschränkung von Leib und Netz in digitalen Gesundheitspraktiken, in: Klemm, M. & Staples, R (Hg.), Leib und Netz – Sozialität zwischen Verkörperung und Virtualisierung, Wiesbaden: VSA Verlag, S. 149 - 173

Literaturangaben im Abstract
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