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Innovative Wohnformen für Menschen mit Behinderung

Raum:

Lokhalle

Beginn:

4. Apr 2019, 15:45

Titel:
Innovative Wohnformen für Menschen mit Behinderung
Referent/in:
In mein Kongressprogramm aufnehmen:
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Ort:
Lokhalle
30

Beschreibung

Titel
Innovative Wohnformen für Menschen mit Behinderung
Die Masterarbeit beschäftigt sich mit fördernden und hemmenden Faktoren bei der Umsetzung innovativer Wohnformen und spricht Handlungsempfehlungen aus, wie diese Wohnformen in den Landkreisen Böblingen und Calw umgesetzt werden können. Hierfür wurde eine Kooperation mit den Gemeinnützigen Werkstätten und Wohnstätten GmbH sowie der Lebenshilfe Esslingen e.V. aufgebaut. Die Auswahl der Landkreise ergibt sich aus den jeweiligen Standorten und Niederlassungen der beiden Projektpartner. Die Relevanz der Thematik begründet sich aus der Tatsache, dass sich die gesellschaftliche Situation und die Wohnverhältnisse von Menschen mit Behinderung in den letzten Jahren in einem hochdynamischen Umbruch befinden. Nach historischen Phasen der Exklusion und Segregation im Zusammenleben mit Menschen mit Behinderung rücken heutzutage Strategien und Maßnahmen des Empowerments, der Inklusion und der Partizipation in das Zentrum des gesellschaftlichen und politischen Zusammenlebens (Theunissen und Schwalb, 2012). Auf Grundlage der Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention (2017) und vor dem Hintergrund des massiven Mangels an Wohnraum und Baugrundstücken in Baden-Württemberg müssen neue innovative und inklusive Wohnformen entwickelt und umgesetzt werden. Die Zielsetzung ist daher, die genannten Landkreise in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern bei der Umsetzung dieser Wohnformen für Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Das Vorgehen war dabei dreistufig: (1) Um hemmenden und fördernde Faktoren sichtbar machen zu können, wurden Experteninterviews mit Personen aus der Fach- und Verwaltungsebene der Landkreise (n=8) geführt. Die Auswertung der Interviews erfolgte nach Meuser und Nagel (2013). (2) Um die soziale und kommerzielle Infrastruktur der Städte und Gemeinden abzubilden wurde eine Sozialraumanalyse (n=4) durchgeführt (Riege und Schubert, 2012). (3) Um die gewonnenen Erkenntnisse entsprechend umsetzen zu können, wurden anhand einer systematischen Literaturübersicht Best-Practice-Konzepte ausgewählt und beschrieben. Die Ergebnisse führen zu Handlungsempfehlungen die Politik und Träger der Behindertenhilfe bei der Umsetzung innovativer Wohnformen unterstützen sollen. Diese Ergebnisse zeigen, dass sich aufgrund der örtlichen Verhältnisse gemeindeintegrierte ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderung besonders gut eignen. Allerdings muss hierfür sowohl die kommerzielle als auch die soziale Infrastruktur verändert werden. Die Beschriebene Methodik ist ein guter Ansatz, die Inhalte der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Um Wohnprojekte realisieren zu können, müssen diese eine wissenschaftliche Begleitung erfahren und die Sichtweise von Politik, Trägern der Behindertenhilfe und Betroffenen miteingeschlossen werden.

Literaturangaben im Abstract
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