Feb 18, 2019 Last Updated 1:01 PM, Jan 23, 2019

Kongressprogramm erschienen

Das Kongressprogramm der Forschungswelten 2019 ist erschienen. Kongressprogramm...

Abendprogramm erschienen

Das Abendprogramm der Forschungswelten 2019 ist erschienen! Es erwartet Sie: ...

FavoritenDruckenE-Mail Adresse

Evidenzbasierte Pflegeinterventionen bezüglich der Nabelpflege bei Neugeborenen

Raum:

Lokhalle

Beginn:

4. Apr 2019, 15:45

Titel:
Evidenzbasierte Pflegeinterventionen bezüglich der Nabelpflege bei Neugeborenen
Referent/in:
In mein Kongressprogramm aufnehmen:
0 Favorit
Ort:
Lokhalle
30

Beschreibung

Titel
Evidenzbasierte Pflegeinterventionen bezüglich der Nabelpflege bei Neugeborenen
Im Rahmen eines Praxisprojektes im sechsten Semester des dualen Studienganges „Pflege B.Sc.“ wurde eine wissenschaftliche Ausarbeitung zum Thema „Evidenz-basierte Pflegeinterventionen bezüglich der Nabelpflege von Neugeborenen“ erarbeitet. Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist es anhand einer systematischen Literaturrecherche und mittels Praxisbeobachtungen die evidenz-basierten Pflegeinterventionen für die Versorgung des neonatalen Nabels herauszuarbeiten, mit den klinischen Beobachtungen zu vergleichen und daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten. Die Ausarbeitung fand im Rahmen eines zehnwöchigen Praxisprojektes in der Schweiz statt. Eine Teilaufgabe widmete sich den klinischen Beobachtungen des Pflegefachpersonals auf der Wochenbett-Station, um Informationen zur Durchführung der Nabelpflege zu erheben. Ein weiterer Schwerpunkt bestand in einer systematischen Litertaturrecherche in den Datenbanken „Pubmed“, „Cinahl“, „Cochrane“, „Springerlink“, „Journal of Pediatrics“ durchzuführen, um Erkenntnisse über evidenz-basierte Pflegeinterventionen bezüglich der Nabelpflege zu gewinnen. Formal sollte eine wissenschaftliche Ausarbeitung entstehen, in der neben den Handlungsempfehlungen, der Pflegeprozess bezüglich des neonatalen Nabels nach „NANDA" dargestellt wird. Die klinischen Beobachtungen haben ergeben, dass es im pflegerischen Team zu divergenten Aussagen und Durchführungen kommt. Dem liegen berufliche Erfahrungswerte zu Grunde. Die Auswertung der Studien ergab, dass die „trockene“ Nabelpflege, 1998 von der WHO formuliert, nach wie vor den aktuellen Versorgungsstandard darstellt. Puderpräparate bewirken einen schnelleren Abfall des Nabelschnurrestes, können tendenziell jedoch zu Nachblutungen am Nabelstumpf führen. Eine lokale Applikation mit Antiseptika ist bei einer speziellen Zielgruppe zu empfehlen. Eine weitere Pflegeintervention ist das Umlegen des Nabelschnurrestes mit einer sterilen Kompresse. Zudem wird in der Fachliteratur die bedarfsorientierte Reinigung mit Kochsalz, Wasser empfohlen, sofern der Nabel anschließend trocken gehalten wird. Die klinischen Beobachtungen und die systematische Literaturrecherche ergeben in ihrer Essenz handfeste, durch Leitlinien und Studien belegbare Handlungsempfehlungen für die Nabelpflege. Eine Applikation mittels eines Antiseptikums ist im Setting der Neonatologie und bei risiko-behafteten Neugeborenen empfehlenswert. Für die Bereiche Wochenbettstation und häusliche Pflege kann hinsichtlich der Pflegepraxis und der Beratung über eine Durchführung der Nabelpflege mit Kochsalz/ Wasser und das Umlegen einer sterilen Kompresse diskutiert werden. Diese physiologische Form der Nabelpflege soll Eltern im Handling ihres Kindes stärken und ihnen Verunsicherungen durch Substanz-Applikationen nehmen.

Drei exemplarische, relevante Literaturangaben Blöchlinger, P., Gleicher, C., Junker-Meyer, R., Rütschi Dysli, S. (2014). Guideline Nabelpflege beim Neugeborenen. In: Schweizerischer Hebammenverband. Zugriff am 23.03.2018. Verfügbar unter: http://www.hebamme.ch/x_data/lit_pdf/Guideline%20Nabelpflege_14.04.2014.pdf Janssen, P., Selwood, B., Dobson, S., et al. (2003). To dye or not to dye: a randomized, clinical trial of triple dye/ alcohol regime versus dry cord care. In: Pediatrics. S. 15-20. Zugriff am 26.03.2018. Verfügbar unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12509548 WHO (1998). Care of the umbilical cord: a review of the evidence. Zugriff am 30.03.2018. Verfügbar unter: http://bvsper.paho.org/videosdigitales/matedu/ICATT-AIEPI/Data/Care%20of%20the%20umbilical%20cord/fd38a9b4-bfa1-4735-9a9a-e7dbb0faa720.pdfLiteraturangaben im Abstract
Im Artikelarchiv von hpsmedia nach Marie-Sophie Vrielink suchen Suche

Kategorie