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Qualifikationsanforderungen an pflegerische Mitarbeiter in Beatmungs-WGs und Konzeption eines Leitfadens zur Rekrutierung

Raum:

Lokhalle

Beginn:

4. Apr 2019, 15:45

Titel:
Qualifikationsanforderungen an pflegerische Mitarbeiter in Beatmungs-WGs und Konzeption eines Leitfadens zur Rekrutierung
Referent/in:
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Ort:
Lokhalle
30

Beschreibung

Titel
Qualifikationsanforderungen an pflegerische Mitarbeiter in Beatmungs-WGs und Konzeption eines Leitfadens zur Rekrutierung
Unterstützt durch die neuen Wohn- und Teilhabegesetzte der Bundesländer entstehen immer mehr ambulante Wohngemeinschaften, darunter auch für die Zielgruppe der technologieabhängigen Menschen. Dem relativen Neuheitswert dieser Versorgungsform, sind die mangelnden wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit diesem Setting zuzuschreiben. Ziel dieser Forschung ist es zu untersuchen, welche Qualifikationsanforderungen pflegerische Mitarbeiter für die Arbeit in diesen Wohngemeinschaften benötigen und in wieweit sich aus den Ergebnissen Empfehlungen für die Rekrutierung ableiten lassen. Zur qualitativen Datenerhebung wurden nach einer Literaturrecherche sieben Experteninterviews mit Mitarbeitern von Wohngemeinschaften durchgeführt. Unter Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wurde das Tätigkeitsfeld für Pflegende in diesen Wohngemeinschaften definiert, eine Übersicht der vorhandenen Qualifizierungs-Möglichkeiten dargestellt, daraus Qualifikations-Empfehlungen abgeleitet und die Einarbeitung, nicht wie angenommen die Rekrutierung, als Problemstelle des Personalmanagements identifiziert. Die Forschung zeigte, dass Pflegende in Beatmungs-WGs Fachwissen benötigen, das mit dem auf klinischen Intensivstationen assoziiert werden kann. Dazu zählen umfangreiche Kenntnisse in Anatomie, Pathophysiologie und im Umgang mit Gerätschaften. Diese Kenntnisse können durch Berufserfahrung oder entsprechende Qualifizierungs-Maßnahmen erworben werden. Zur Vermittlung dieser fachlichen Qualifikation werden ausreichend Kurse auf verschiedenen Levels angeboten. Persönlich müssen die Mitarbeiter eine hohe Lernbereitschaft an den Tag legen, da der ambulante Charakter der Versorgung in Kombination mit der Klientel Herausforderungen beinhaltet. Zudem zeigte sich in der Erhebung, dass die Einarbeitungs-Konzeption Optimierungspotential aufweist und dadurch der Fluktuation und erneuten Rekrutierung vorgebeugt werden kann. Die bestehenden Qualifizierungs-Maßnahmen bieten den Mitarbeitern ausreichend Handlungskompetenz. Jedoch müssen die Inhalte in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Hierzu zeigen sich Inhouse-Angebote mit integriertem On-The-Job-Training als geeignete und umsetzbare Methode. Auch eine Diversifikation des Teams, mit unterschiedlichen Qualifikationen, kann im Rahmen von Peer-Schulungen zur Wissensvermittlung dienen. Ein mehrschrittiges Einarbeitungs-Konzept, das individuell angepasst werden kann und die Nutzung von Checklisten beinhaltet, zeigt sich als nachhaltiges Instrument zur Mitarbeiterbindung. Der Einsatz einer qualifizierten Führungskraft zeigte sich als Schlüsselposition für die erfolgreiche Umsetzung von Qualifizierung und Einarbeitung.

Literaturangaben im Abstract
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