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„Innovatives kontaktloses Bedside-Monitoring in der stationären pflegerischen Versorgung – eine empirische Analyse aus pflege- und sozialwissenschaftlicher Perspektive am Beispiel des GUARDIAN-Projektes“

Raum:

KD 104

Beginn:

4. Apr 2019, 17:30

Titel:
„Innovatives kontaktloses Bedside-Monitoring in der stationären pflegerischen Versorgung – eine empirische Analyse aus pflege- und sozialwissenschaftlicher Perspektive am Beispiel des GUARDIAN-Projektes“
Referent/in:
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Ort:
KD 104
30

Beschreibung

Titel
„Innovatives kontaktloses Bedside-Monitoring in der stationären pflegerischen Versorgung – eine empirische Analyse aus pflege- und sozialwissenschaftlicher Perspektive am Beispiel des GUARDIAN-Projektes“
Hintergrund Die prädiktive Güte eines Monitoring-Systems im Sinne von Bedside-Monitoring resultiert aus dem Zusammenspiel der technischen Sensitivität und Spezifität sowie der Alarmtoleranz und Neigung der überwachenden Person sowie der Qualität des Anlegens von Monitoring-Systemen an Patientinnen und Patienten. Gleichwohl sind im normalen Pflegeablauf eine Vielzahl von Fehlalarmen zu verzeichnen (Lorenz et al., 2017). Laut Sendelbach und Funk (2013) sind davon über 70 % Fehlalarme, die keine unmittelbare medizinisch/pflegerische Intervention notwendig machen. Die Wahrnehmung dieser hohen „Fehlalarmrate“ spielt eine mögliche Rolle für eine Desensibilisierung gegenüber Monitoringalarmen (Alarm-Fatigue). Forschungsfrage Im Kontext des BMBF-geförderten Projektes GUARDIAN (Förderkennzeichen: 16SV7698) wird ein berührungsloses, radargestütztes Monitoring-System entwickelt. Diese kontaktlose Technologie verspricht einen positiven Einfluss auf die Kommunikations- und Versorgungsbeziehung zwischen Pflegenden und Gepflegten. Diese Beziehung wird in Bezug auf Beförderungs- oder Behinderungsfaktoren und pflege- und sozialwissenschaftlicher Perspektive analysiert. Methodik Die Untersuchung unterteilt sich in eine quantitative Befragung anhand von Expertengesprächen mit leifadengestützten Interviews (N=18) und einer quantitativen Erhebung mittels standardisierten quantitativen Fragebogen (N=150). Als methodische Grundlage orientiert sich die qualitative Erhebung an den Stufen der Pflegekompetenz nach Benner (2017, S. 63 ff.), welche durch den Einsatz der neuen Technologie die Selbsteinschätzung der Pflegekräfte verändern kann. Folglich gewinnen Aspekte der Einstellungs- und Nutzungsakzeptanz an Bedeutsamkeit. Als zu untersuchende Variablen im Sinne des Technologieakzeptanzmodells (TAM) von Davis (1989) werden wahrgenommener Nutzen (Behandlungs- und Prozessqualität), wahrgenommene Benutzbarkeit (bauliche und technische Eigenschaften), wahrgenommene Nützlichkeit sowie der Einstellungsakzeptanz gegenüber dem GUARDIAN-System herangezogen. Erwartete Ergebnisse Eine im Vorfeld erhobene systematische Literaturrecherche verdeutlicht, dass die Studienlage im nationalen und internationalen Forschungskontext bezüglich Bedside-Monitoring vor allem aus der Perspektive der Pflegenden noch nicht ausreichend untersucht wurde. In der quantitativen Befragung werden vor allem Einstellungs- und Nutzungsakzeptanzfaktoren des Guardian-Systems bei Ärzten und Pflegenden analysiert. Dazu sollen beeinflussende Kovariate, etwa unterschiedliche medizinische Settings, Patientenzusammensetzung u. ä. näher analysiert werden. Diskussion und Ausblick Die Bedeutung von strukturierten Informationssystematiken zur Steuerung von Versorgungsprozessen nimmt zu. Ein bedeutsamer Faktor für die Nutzungswahrscheinlichkeit und die Prognose einer Praxistauglichkeit wird die Erfassung von Nutzungsakzeptanzaspekten der Pflegenden sein. Ein raumbasiertes und kontaktloses Bedside-Monitoring-System kann Monitoring-Informationen flexibler erfassen. Die Beziehung zwischen Patient und Versorgungsteam könnte dadurch eine positive Qualitätssteigerung erfahren.

Benner, P. (2017). Stufen zur Pflegekompetenz. From Novice to Expert. 3., unveränderte Auflage. Hogrefe: Bern. Davis, F. D. (1989). Perceived usefulness, perceived ease of use, and user acceptance of information technology. MIS Quarterly, 13, 319–340. Lorenz, B., Peters, J., Frey, U.H. (2017). Alarm-Fatigue - wieviel Alarm verträgt der Mensch? How Much Alarm Can the Human Being Tolerate? Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther, 52 (07/08), 564–570. Sendelbach, S., Funk, M. (2013). Alarm fatigue. A patient safety concern. AACN advanced critical care, 24(4), 378-86.Literaturangaben im Abstract
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