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Präventive Hausbesuche - ein innovatives Versorgungsmodell für den ländlichen Raum?

Raum:

KD 202

Beginn:

4. Apr 2019, 17:30

Titel:
Präventive Hausbesuche - ein innovatives Versorgungsmodell für den ländlichen Raum?
Referent/in:
In mein Kongressprogramm aufnehmen:
1 Favorit
Ort:
KD 202
30

Beschreibung

Titel
Präventive Hausbesuche - ein innovatives Versorgungsmodell für den ländlichen Raum?
Präventive Hausbesuche im ländlichen Raum werden als wichtige Maßnahme zur Gewährleistung einer ausreichenden Gesundheitsversorgung diskutiert. Sie können die Gefahr von Pflegebedürftigkeit reduzieren und somit älteren Menschen den Verbleib in ihrem Zuhause ermöglichen. Im Besonderen der Wunsch nach dem Verbleib in der Häuslichkeit war ein Hauptergebnis einer der hier zusammengefassten Untersuchung vorgelagerten Studie in der Projektregion. Darin waren zudem gut 1/3 der Befragten daran interessiert durch eine akademisch qualifizierte Pflegefachkraft betreut zu werden. Präventive Hausbesuche werden im Rahmen des Pilotprojektes „DaHeim (Dank aufsuchender Hausbesuche eigenständig interaktiv mobil) – in Emlichheim“ exemplarisch implementiert und evaluiert. Das Ziel besteht darin, Aussagen zur Akzeptanz der Präventiven Hausbesuche zu erhalten und gesundheitliche Verläufe der in die Studie einbezogenen Population nachzeichnen und analysieren zu können, um eine Gesundheitsförderung älterer Menschen zu ermöglichen. In der Mixed-Methods-Studie werden Präventive Hausbesuche bei Menschen angeboten, die zwischen 65 und 85 Jahre alt sind, die deutsche Sprache verstehen und sprechen, nicht pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sind und in der Projektregion wohnen. Die Stichprobe umfasst 75 Personen. Das Interventionskonzept sieht 4 Hausbesuche, die von einer akademisch qualifizierten Pflegefachkraft durchgeführt werden, im Zeitraum von 10 Monaten vor. Über diesen Zeitraum wird der Verlauf des Gesundheitszustands mittels SF-12 erfasst. Abschließend werden halbstrukturierte Interviews durchgeführt (n=15), um die Akzeptanz zu erheben. Erste Ergebnisse sind, dass eine große Nachfrage seitens der Bürgerinnen und Bürger besteht. Aufgrund der hohen Anzahl an schriftlichen Interessensbekundungen (n=273) wurde eine Stichprobenberechnung und Randomisierung vorgenommen. Bei Letzterem musste insbesondere das Phänomen der hohen Rückmeldungen von Ehepaaren (n=93) beachtet werden, da Präventive Hausbesuche eine Einzelfallberatung darstellen. Dementsprechend konnte jeweils nur ein Ehepartner in die Studie eingeschlossen werden. Zu erwarten steht, dass die Ergebnisse bisherige Erkenntnisse zu Präventiven Hausbesuchen ergänzen werden. Die Identifikation von gesundheitsbezogenen Versorgungslücken sowie eine Stärkung präventiver Ansätze können wichtige Impulse für die gesundheitliche und pflegerische Versorgung im ländlichen Raum bieten. Im Falle positiver Effekte wäre es wünschenswert, Präventive Hausbesuche in die Regelversorgung zu übernehmen und die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um so älteren Menschen das eigenständige und selbstbestimmte Leben in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen.

Den Vortrag würde ich sehr gerne als Präsentation halten. Wenn dies nicht möglich ist, alternativ gerne auch als Poster. Drei relevante Literaturangaben: DIP, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (Hrsg.) (2008). Präventive Hausbesuche bei Senioren. Projekt mobil - der Abschlussbericht. Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft. Seeling, S., & Blotenberg, B. (2017). Möglichkeiten und Grenzen der Mensch-Technik-Interaktion. Neue zentrale Erkenntnisse zur Techniknutzung und -affinität älterer Menschen im ländlichen Raum. Pflege & Gesellschaft, 22 (3), 248–271. SVR, Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (2014). Bedarfsgerechte Versorgung – Perspektiven für ländliche Regionen und ausgewählte Leistungsbereiche. Gutachten 2014, Kurzfassung. Bonn/ Berlin.Literaturangaben im Abstract
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