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Gestaltung von partizipativen Prozessen in der Pflege

Raum:

KD 104

Beginn:

4. Apr 2019, 13:15

Titel:
Gestaltung von partizipativen Prozessen in der Pflege
Referent/in:
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Ort:
KD 104
30

Beschreibung

Titel
Gestaltung von partizipativen Prozessen in der Pflege
Hintergrund: Pflegebedürftigkeit ist ein zunehmend global auftretendes Phänomen, dessen Bewältigung jedoch immer vor dem Hintergrund lokaler und individueller Bedingungen erfolgt. Mit den veränderten Lebensumständen werden die Betroffenen und ihr soziales Umfeld mit einer Reihe von Fragen und Herausforderungen konfrontiert. Der seit 2009 verbindliche Anspruch auf Pflegeberatung gegenüber den Pflegekassen, soll bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützen und die verfügbaren Hilfs- und Unterstützungsoptionen aufzeigen. Bisherige Evaluationen zeigen, dass diese Beratungsangebote von Betroffenen und Ihren Angehörigen zwar vielfach als hilfreich erlebt werden, die Angebote jedoch höchst heterogen gestaltet sind. Neben verbindlichen Mindeststandards, fehlt es an konzeptionellen Grundlagen, die die Perspektive der Ratsuchenden berücksichtigen. Ziel: Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Entwicklung von Qualitätsmaßstäben in der Pflegeberatung voranzutreiben und dabei einen möglichst hohen Grad an Partizipation der Nutzer/-innen anzustreben. Methoden: Um das Ziel der höchstmöglichen Partizipation anzustreben, beteiligte das Projekt „Partizipative Qualitätsentwicklung in der Pflegeberatung“ (PartiziQ) erstmals Nutzer/-innen bei der Entwicklung von Qualitätsmaßstäben für die Beratung in der Pflege. Als Kooperationspartner wurden drei Beratungsstellen in Deutschland einbezogen. Diese Beratungsstellen definierten unter Partizipation ihrer Nutzer/-innen jeweils eigene Qualitätsniveaus, welche die strukturellen und inhaltlichen Aspekte des Beratungsangebotes umfassen. Ergebnisse: Innerhalb des Entwicklungsprozesses konnten sechs zentrale Ergebnisbereiche herausgearbeitet werden, die das Qualitätsniveau der teilnehmenden Nutzer/-innen darstellen: Zugang zur Beratung, Beratungshaltung der Berater/-innen, Kompetenzen der Berater/-innen, Beratungsinhalte und -themen, Gestaltung des Beratungsprozesses sowie die Beratungsstelle als Teil der lokalen Beratungslandschaft. Diese Inhalte bilden jeweils die Grundlage für die Erarbeitung der formalisierten Qualitätsmaßstäbe der teilnehmenden Beratungsangebote sowie für eine daraus entwickelte Arbeitshilfe, welche als Hilfestellung bei den verschiedenen Schritten einer partizipativen Qualitätsentwicklung dienen kann. Schlussfolgerung: Das Projekt PartiziQ zeigt beispielhaft auf, wie die Beteiligung von Nutzer/-innen im Bereich der Pflege erfolgen und somit die Qualitätsentwicklung vorantreiben kann. Partizipative Prozesse erscheinen dabei unerlässlich, um das Qualitätsniveau konsequent an den Bedürfnissen der jeweiligen Verbraucher und Verbraucherinnen auszurichten.

Unger, H. v. (2012). Partizipative Gesundheitsforschung: Wer partizipiert woran? Forum: Qualitative Sozialforschung, 13 (1), Art. 7. Wright, M. T., Block, M., Unger, H. v. & Kilian, H. (2010). Partizipative Qualitätsentwicklung - eine Begriffsbestimmung. In M. T. Wright (Hrsg.), Partizipative Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung und Prävention (Prävention und Gesundheitsförderung, 1. Aufl, S. 13-32). Bern: Huber. Büscher, A., Oetting-Roß, C. & Sulman, D. (2016). Qualitätsrahmen für Beratung in der Pflege. Herausgegeben vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Zugriff am 27.06.2016. Verfügbar unter https://www.zqp.de/upload/content.000/id00514/attachment00.pdfLiteraturangaben im Abstract
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