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Soziale Unterstützungsnetzwerke von Menschen mit Down Syndrom

Raum:

KD 003

Beginn:

4. Apr 2019, 17:30

Titel:
Soziale Unterstützungsnetzwerke von Menschen mit Down Syndrom
Referent/in:
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Ort:
KD 003
30

Beschreibung

Titel
Soziale Unterstützungsnetzwerke von Menschen mit Down Syndrom
Soziale Netzwerke beeinflussen die Gesundheit, Lebensqualität und das Wohlbefinden von Menschen positiv (Valente, 2010). Allerdings gibt es kaum Forschung dazu, wie Menschen mit intellektueller Behinderung über ihre eigenen Unterstützungsnetzwerke denken, wie viele Menschen diese Netzwerke durchschnittlich umfassen und in welchem Bezug diese Menschen zueinander stehen (z.B. Familie). Häufig werden Menschen mit intellektueller Behinderung nicht selbst zu ihren Unterstützungsnetzwerken gefragt, sondern Angehörige oder BetreuerInnen. Das aktive Einbeziehen von Menschen mit intellektueller Behinderung in diese Forschung und das Wissen über ihre sozialen Unterstützungsnetzwerke ist wichtig, um diese Netzwerke zu fördern und damit dazu beizutragen, die UN-Behindertenkonventionen umzusetzen. In der vorliegenden Studie werden die Unterstützungsnetzwerke von Menschen mit Down Syndrom (DS), die eine wichtige Gruppe von Menschen mit intellektueller Behinderung darstellt, untersucht. Während die steigende Lebenserwartung von Menschen mit DS über die letzten Jahrzehnte hinweg positiv ist, bringt sie auch neue Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung und Pflege mit sich. So haben Menschen mit DS beispielsweise ein signifikant erhöhtes Risiko, an Demenz zu erkranken. Auch fallen mit steigendem Alter die vorwiegend familiären Unterstützungssysteme weg, da die Eltern, die auch altern, diese Unterstützung dann oft nicht mehr leisten können. Die folgenden Forschungsfragen standen im Mittelpunkt: Wie beurteilen Menschen mit DS ihr eigenes Unterstützungsnetzwerk? Wie beurteilen Angehörige von Menschen mit DS die Unterstützungsnetzwerke? Welche Unterschiede ergeben sich aus beiden Beurteilungen und wodurch entstehen diese Unterschiede? Diese Mixed-Methods Studie wurde im Bundesstaat Wisconsin, USA, durchgeführt und beruht auf 27 Netzwerkinterviews mit Menschen mit DS (Alter > 18) sowie 27 Interviews mit Angehörigen von Menschen mit DS. Die Interviews wurden separat geführt. Mit der „hierachical mapping technique“ von Antonucci (1986) wurden Netzwerkkarten erstellt und mit dem Computerprogramm VennMaker visualisiert. Die Interviews sowie die Netzwerkarten wurden anschließend mit deskriptiven statistischen Methoden und mit qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Ergebnisse: Menschen mit DS waren sehr engagiert, ihre sozialen Netzwerke am Computer zu entwerfen. Im Durchschnitt wurden 14 Menschen auf den Netzwerkkarten platziert, die von Menschen mit DS erstellt wurden. 19 Menschen wurden genannt, wenn Angehörige von Menschen mit DS befragt wurden. Für die Angehörigen hatten professionelle Unterstützende (z.B. Sozialarbeiter) einen höheren Stellenwert im Netzwerk, Menschen mit DS nominierten hingegen mehr Freunde.

Literaturangaben im Abstract
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