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Zusammen auf dem Weg? Partizipative Gesundheitsforschung in hierarchischen Settings: Eine kritische Reflektion aus Sicht der am Forschungsprozess beteiligten Personen (Co-Forscher und professionelle Forscher).

Raum:

KD 003

Beginn:

5. Apr 2019, 11:15

Titel:
Zusammen auf dem Weg? Partizipative Gesundheitsforschung in hierarchischen Settings: Eine kritische Reflektion aus Sicht der am Forschungsprozess beteiligten Personen (Co-Forscher und professionelle Forscher).
Referent/in:
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Ort:
KD 003

Beschreibung

Titel
Zusammen auf dem Weg? Partizipative Gesundheitsforschung in hierarchischen Settings: Eine kritische Reflektion aus Sicht der am Forschungsprozess beteiligten Personen (Co-Forscher und professionelle Forscher).

Hintergrund Das deutsche Gesundheitssystem mit seinen akademischen Ausbildungseinrichtungen sowie die Forschung innerhalb dieses Systems sind traditionell durch hierarchische `top-down´ Strukturen geprägt, wobei die unterschiedlichen Zielgruppen nur marginal in Forschungs- oder Veränderungsprozesse einbezogen werden. Viele aktuelle Fragestellungen im Bereich Gesundheit und Gesundheitssystementwicklung sind jedoch komplex. Sie erfordern ein ganzheitliches Verstehen der vorherrschenden Strukturen, Prozesse und unterschiedlichen Bedürfnisse der Stakeholder. Herkömmliche „top-down“ Forschung und Lösungsstrategien stoßen aufgrund der eingeschränkten Perspektive an ihre Grenzen. Innovative, „bottom-up“ Forschungsstrategien sowie Denk- und Handlungsansätze sind nötig, um komplexen Fragestellungen zufriedenstellend zu beantworten. Partizipative Gesundheitsforschung (PGF) ist eine innovative Forschungsstrategie, bei welcher die Zielgruppe als Co-Forscher kontinuierlich im Forschungsprozess partizipiert. Ziel In einem praxisbezogenen Workshop sollen die Teilnehmer die Prinzipien der PGF kennenlernen sowie Vorteile und Herausforderungen durch Partizipation in der Forschung aus Sicht der Co-Forscher und der professionellen Forscher kritisch reflektieren. Methode Zunächst werden die Prinzipien der PFG kurz skizziert. Anschließend wird der partizipative Forschungsprozess anhand von zwei Fallbeispielen, mit Fokus auf der partizipativen Datenerhebung, vorgestellt: (1) Bestandsaufnahme der Erwartungen und Motivationsfaktoren bei der digitalen Wissensvermittlung im Gesundheitssektor: die Perspektive der Anwender (Hochschule für Gesundheit hsg Bochum). (2) Partizipative Ist- und Bedürfnisanalyse für pflegende Angehörige durch das multidisziplinäre Team in der Geriatrie (Geriatrie Rhein-Maas Klinikum, Würselen). In zwei Arbeitsgruppen diskutieren die Teilnehmer die Vor-und Nachteile der PFG aus Sicht der Co-Forscher (Praktiker) und der Impulsgeber (professioneller Forscher) und erarbeiten kontextspezifische Lösungsstrategien, welche anschließend im Plenum vorgestellt werden. Take Home Messages runden den Workshop ab. Ergebnisse Teilnehmer lernen die PGF-Strategie kennen und reflektieren Vorteile und Herausforderungen kritisch. Voraussetzung für gelingende PGF ist, dass Co-Forscher sowie Impulsgeber über die nötigen Ressourcen verfügen und der Wille zur Partizipation im Setting gewünscht und gefördert wird. PGF erfordert vom Impulsgeber ausgeprägte Methodenkompetenz sowie Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeiten. Co-Forscher und Impulsgeber sollten flexibel und ergebnisoffen arbeiten können. Zusammenfassung PGF ist auch in hierarchischen Organisationen möglich und hilft komplexe Fragestellungen systematisch und praxistauglich zu beantworten. Das durch PGF generierte multiperspektivische Wissen trägt dazu bei, maßgeschneiderte ganzheitliche Lösungen zu entwickeln, welche direkt in den Berufsalltag implementiert werden können. Zugleich werden alle am Forschungsprozess Beteiligten persönlich und professionell gestärkt (empowerment).

Literatur (1) von Unger, H. (2014). Partizipative Forschung. Einführung in die Forschungspraxis. Wiesbaden: Springer VS (2) Dorant, E. & Krieger, T. (2017). Contextual exploration of a new family caregiver support concept for geriatric settings using a Participatory Health Research strategy. International Journal of Environmental Research and Public Health, 14:1467; doi:10.3390/ijerph14121467. (3) Wright, M. (2013) Was ist Partizipative Gesundheitsforschung? Positionspapier der Internationalen Collaboration for Participatory Health Research. Prävention und Gesundheit,: 3: 122-132. Art des Beitrages: WorkshopLiteraturangaben im Abstract
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